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Aquarium Geschichte
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Die Geschichte des Aquariums

Die Haltung von Fischen in Aquarien ist künstlich. Wenn die Fische in natürlicher Umgebung leben würden, würden sie in natürlichen Teichen, Seen und Meeren leben. Die künstliche Haltung der Fische gab es bereits zu Zeiten der alten Ägypter. So waren alle Tempelgärten ab der Frühdynastie bis zum Neuen Reich mit einem rechteckigen Wasserbassin ausgestattet, das als Vorbild für das uns heute bekannte Aquarium gilt. In den kleineren Hausgärten wurden früher künstliche Teiche und Becken angelegt, um dort Fische zu halten. Wie solche Gärten ursprünglich ausgesehen haben, kann man heute noch im New Yorker Metropolitan Museum besichtigen.

In China wurden bereits vor etwa 2.500 Jahren Fische gezüchtet. Zunächst begann die Fischzucht mit Karpfen und wurde dann um den Goldfisch und die Silberkarausche erweitert, die ihren Ursprung im frühen 16. Jahrhundert haben. In China wurden Goldfische in großen Keramikgefäßen als Haustiere gehalten. Nur hatten diese den Nachteil, dass sie nicht transparent waren wie das heutige Aquarium. Nutzfische wurden ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. gehalten. Bauern züchteten die Fische in Süßwasserbecken und verkauften sie für den Verzehr. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurden Fische in Meerwasserbecken gehalten und nur kurze Zeit später wurden sie vor allem als Zierfische gehalten.

Wann Fische das erste Mal in dem uns heute bekannten Aquarium gehalten wurden, ist unklar. Samuel Pepys, ein Tagebuchschreiber aus England, notierte im Jahre 1665, dass er in London Fische in einem Wasserglas gesehen habe. Vermutlich handelte es sich dabei um Goldfische. Fische waren vor allem für Naturwissenschaftler von größter Bedeutung. Sie hielten die Fische im Aquarium, um sie dort untersuchen zu können.

Im Jahre 1851 fand in London eine Weltausstellung statt, auf der das erste Mal Aquarien der breiten Masse vorgestellt wurden. Die Bezeichnung Aquarium ist auf den englischen Naturforscher Philip Henry Gosse zurückzuführen. Er veröffentlichte 1853 sein Buch "A Naturalist`s Rambles on the Devonshire Coast". Das Buch war in England äußerst beliebt und immer mehr Haushalte leisteten sich ein Aquarium, um darin Fische zu halten. Das Aquarium war zu diesem Zeitpunkt beinahe eine Modeerscheinung. Jeder wollte eines besitzen.

Als "Vater der deutschen Aquaristik" wird der Naturforscher, Pädagoge und Schriftsteller Emil Adolf Roßmäßler bezeichnet, der diverse Artikel zum Hobby Aquaristik verfasste. Roßmäßler veröffentlichte verschiedene Artikel in der damals beliebten Zeitschrift "Die Gartenlaube" wie zum Beispiel "Der See im Glase". 1857 veröffentlichte er, aufgrund der vielen Fragen zum Artikel, das Buch "Das Süßwasseraquarium". In diesem Buch beschrieb der Meister der Fische, wie man ein Aquarium einrichtet und es gewissenhaft pflegt. Er war ein großer Fan des Goldfisches sowie der Elritze und des Schlammpeitzgers. Nach der Veröffentlichung des Buches hatte das Aquarium endgültig Einzug in Deutschland gehalten und es folgten noch viele weitere Bücher zum Thema Aquarium und Aquaristik von anderen Autoren. Bis heute ist die Aquaristik ein faszinierendes Hobby, vor allem wo es heute so viele verschiedene Aquarium-Modelle gibt.

 
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